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SEPA-Lastschrift ohne Betrugsrisiko: Wie Open Banking die Kontoverifizierung vereinfacht

Ob beim digitalen Abschluss einer Versicherung, bei Versorgungsverträgen (z.B. Strom oder Gas) oder bei der Einrichtung von Abo-Modellen: Die SEPA-Lastschrift ist eines der beliebtesten Zahlungsmittel für wiederkehrende Zahlungen. Während sie für Kunden extrem bequem ist, profitieren Unternehmen von planbaren Umsätzen.

Gleichzeitig steigt für Unternehmen das Risiko von SEPA-Betrug. Ob Tippfehler, erfundene Daten oder gestohlene IBANs: Schlägt die erste Abbuchung fehl, entstehen teure Rücklastschriften, administrativer Aufwand und vermeidbare Umsatzausfälle.

Key Takeaways: Kontoverifizierung für Zahlungen SEPA-Lastschrift

  • Effektiver Betrugsschutz: Verhindert Rücklastschriften durch Tippfehler, erfundene oder gestohlene IBANs.
  • Mehr Conversions: Die Verifizierung erfolgt innerhalb weniger Sekunden direkt über die gewohnte Banking-App des Kunden (per Biometrie/2FA).
  • Kein Medienbruch: Ersetzt langwierige Prozesse wie Foto-Ident, Video-Ident oder 1-Cent-Testüberweisungen.
  • SEPA-Mandat per Open Banking: Ermöglicht die sofortige, sichere Erteilung des Lastschriftmandats sowie den unmittelbaren Vertragsabschluss.

 

Um zu verstehen, wie Open Banking den Verifizierungsprozess vereinfacht, helfen zwei zentrale Begriffe.

Bisherige Prüfverfahren: Die Wahl zwischen Sicherheit und hoher Conversion

Bislang mussten sich Unternehmen bei der Überprüfung von Bankverbindungen zwischen zwei Optionen entscheiden:

  • Wenig Sicherheit: Die Eingabe der IBAN ohne Prüfung lädt zu Tippfehlern und gezieltem Missbrauch ein.
  • Viel Reibung: Zweckentfremdete Ident-Verfahren (wie Video-Ident oder Foto-Ident) führen zu hohen Abbruchquoten (Drop-offs), während 1-Cent-Testüberweisungen wiederum Tage dauern und den Vertragsabschluss verzögern.

 

Die Lösung liegt in Open Banking: Über Account Information Services (AIS) lässt sich die Kontoinhaberschaft in wenigen Sekunden direkt beim Vertragsabschluss verifizieren – nahtlos über das Online-Banking des Endkunden.

Was sind Account Information Services (AIS)?

Account Information Services (AIS, deutsch: Kontoinformationsdienste) sind regulierte Open-Banking-Dienste nach EU-Recht (PSD2). Sie ermöglichen es lizenzierten Anbietern, mit Zustimmung des Kunden sicher auf Bankdaten zuzugreifen. Für die Kontoverifizierung werden dabei nur die Stammdaten abgerufen, die für die Inhaberbestätigung erforderlich sind.

Was ist ein Kontoinhaber-Abgleich (Account Ownership Verification)?

Beim Kontoinhaber-Abgleich werden die im Antrags- oder Bezahlprozess eingegebenen Kundendaten (wie Name und Geburtsdatum) mit den bei der Bank hinterlegten Inhaberdaten des Kontos abgeglichen. Stimmen diese Daten überein, gilt das Konto als verifiziert.

Warum bisherige Verifizierungsverfahren beim Vertragsabschluss scheitern

Viele Unternehmen nutzen etablierte Verfahren, um Konten vor der Lastschrifterteilung zu prüfen. Je nach Methode stehen sie dabei jedoch vor unterschiedlichen Herausforderungen bezüglich Nutzerfreundlichkeit oder Betrugsprävention:

  • IBAN-Eingabe ohne Validierung: Bietet Kunden das einfachste Nutzererlebnis und sorgt für eine hohe Conversion-Rate. Da eine Vorabprüfung fehlt, fallen Tippfehler oder falsche Angaben erst auf, wenn die Abbuchung fehlschlägt.
  • Foto- und Video-Ident: Bieten zwar eine hohe Sicherheit, erzeugen für eine reine Kontoverifizierung jedoch unnötige Hürden. Da Kunden Ausweisdokumente bereithalten oder Video-Calls durchführen müssen, führt der zusätzliche Aufwand im Antragsprozess häufig zu hohen Abbruchquoten (Drop-offs).
  • 1-Cent-Testüberweisung: Verifiziert das Konto zuverlässig ohne komplexe Ident-Verfahren. Allerdings dauert der Prozess häufig ein bis zwei Werktage – was den digitalen Vertragsabschluss stark ausbremst.

In 3 Schritten zur Kontoverifizierung mit Open Banking

Kontoinformationsdienste verbinden das Antragsformular direkt und sicher mit der Hausbank des Kunden. Statt Kontodaten manuell zu prüfen oder Ausweise zu scannen, nutzen diese Dienste zur Kontoverifizierung sichere Open-Banking-Schnittstellen. So wird der Konto-Check zu einem unkomplizierten Schritt im digitalen Abschluss, der in Sekundenschnelle abläuft:

  1. Zahlungsart wählen: Der Kunde wählt beim Bezahl- oder Antragsprozess die SEPA-Lastschrift aus.
  2. Bank auswählen: Im integrierten Bank-Selector wählt der Kunde seine Bank einfach aus den angezeigten Logos oder über die Suchfunktion aus.
  3. Sicher verifizieren: Die Authentifizierung erfolgt in der Banking-App über das gewohnte Verfahren wie z. B. per Face-ID oder Fingerabdruck.
  4. Fertig: Die IBAN wird automatisch und fehlerfrei übermittelt. Der Anbieter kann nun das SEPA-Mandat ohne Verzögerung erstellen und den Vertrag oder Dienst direkt freischalten.

 

Praxisbeispiele: Wo die Kontoverifizierung per Open Banking den Unterschied macht

Wo Verträge digital geschlossen werden, entscheidet eine reibungslose Nutzererfahrung über den erfolgreichen Abschluss. Die Kontoverifizierung per Open Banking schützt Unternehmen zuverlässig vor Zahlungsausfällen und bietet gleichzeitig eine hohe Benutzerfreundlichkeit für Kunden. Der Einsatz eignet sich daher besonders für Branchen, die auf digitale Abschlüsse und wiederkehrende Zahlungen setzen:

  • Versicherungen: Beim digitalen Abschluss von Policen muss die Bankverbindung für die Prämienzahlung von Beginn an stimmen. Per Open Banking verifizieren Kunden ihr Konto direkt in der Antragstrecke, sodass der Versicherungsschutz ohne Verzögerung aktiviert werden kann.
  • Versorgungsunternehmen (z. B. Strom oder Gas): Bei Neuanträgen verhindert die Kontoverifizierung teure Fehlbuchungen, bevor die Belieferung beginnt. Energieversorger stellen so ab Tag eins sicher, dass der Vertrag auf einer validierten und aktiven Bankverbindung basiert.
  • Abonnements & digitale Services: Bei der Einrichtung von Monatsabos stellt die automatisierte Verifizierung sicher, dass wiederkehrende SEPA-Lastschriften von Beginn an fehlerfrei vom verifizierten Konto eingezogen werden. Das garantiert planbare Umsätze ohne manuellen Nachfassaufwand.

Die Vorteile für Unternehmen auf einen Blick

Die Kontoverifizierung per Open Banking bietet eine effiziente Lösung für den Zielkonflikt zwischen Sicherheit und hohen Conversions. Statt Risiken erst im Nachgang abzufangen, entsteht ein schlanker Prozess, der das Risikomanagement von Unternehmen und das Kundenerlebnis vereint.

Die Umstellung auf eine Kontoverifizierung per Open Banking schafft für Unternehmen spürbar mehr Effizienz:

  • Niedrigere Prozesskosten: Weniger Rücklastschriften bedeuten geringere Bearbeitungsgebühren und weniger manuellen Aufwand im Forderungsmanagement.
  • Höhere Conversion-Rates: Durch das benutzerfreundliche Verfahren ohne Medienbrüche oder Ident-Prozesse schließen Kunden den Vorgang direkt ab.
  • Compliance und Datenschutz: Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt und DSGVO-konform. Es werden nur die Daten verarbeitet, die für die Kontoverifizierung notwendig sind.

Fazit: SEPA-Lastschrift neu gedacht

Die SEPA-Lastschrift bleibt ein starkes Instrument für wiederkehrende Umsätze. Um Risiken wie Betrug und Tippfehler zu minimieren, bedarf es moderner Methoden, die den Kunden im Antragsprozess nicht ausbremsen. Die Kontoverifizierung per Open Banking löst diesen Zielkonflikt und vereint Sicherheit mit einer reibungslosen Nutzererfahrung.

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