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16 Jan 2023 Artikel

Mit A2A-Zahlungen Betrug und Chargebacks nachhaltig verhindern

Wie Sie Zahlungsbetrug und Chargebacks in Verbindung mit Kreditkartenzahlungen in Zukunft verhindern und Kosten sparen können.

Von Max Wolke, Head of DACH bei Brite Payments.

Rund 117 Milliarden US-Dollar: So hoch wird die Schadenssumme, verursacht durch Chargeback-Betrug, im Jahr 2023 voraussichtlich ausfallen. Den überwiegenden Anteil dieser Summe, rund 79 Milliarden US-Dollar, werden Händler*innen schultern müssen. Wesentlicher Bestandteil im Bereich Zahlungsbetrug und unerwünschte Kostentreiber sind Chargebacks. 

Wissen Sie, wie viel unautorisierte Zahlungen, manuelle Fehler, CNP-Betrüge (Card Not Present), Chargebacks (Rückbuchungen) oder Friendly Fraud Ihr Unternehmen kosten? Werfen Sie mit uns einen Blick auf das Ausmaß und die Arten von Zahlungsbetrug sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen. Erfahren Sie zudem, wie Sie mit A2A-Zahlungen Betrug und Chargebacks nachhaltig verhindern. 

Die Formen von Zahlungsbetrug

Zahlungsbetrug und Chargebacks treten in verschiedenen Formen auf. Zu den Betrugsmethoden, die für den größten Schaden bei Unternehmen sorgen, gehören: 

  • 1. Das Anfordern unrechtmäßiger Chargebacks unter Verwendung gestohlener Kreditkarten. 
  • 2. Das Anfordern oder Ablehnen von Chargebacks unter Angabe falscher Tatsachen, wie beispielsweise die Fälschung von Gründen.
  • 3. Das sogenannte Double-Dipping, also das Anfordern einer Rückzahlung aufgrund einer Retoure, ohne dass das Produkt zurückgesendet wird.  

Konsequenzen von Zahlungsbetrug für Unternehmen

Chargebacks sind einer der größten Kostenfaktoren für Händler*innen. Eine LexisNexis Studie über E-Commerce und Einzelhandelsunternehmen zeigt einen deutlichen Anstieg der Kosten und des Volumens von Rückbuchungsbetrug. So kostet jeder US Dollar, der durch Betrug erzielt wurde, US-amerikanische Einzelhandels- und E-Commerce-Unternehmen 3,75 $.

Die Möglichkeit der Rückbuchungen wurden ursprünglich eingeführt, um Kund*innen davor zu schützen, dass unrechtmäßige Abbuchungen von ihrem Konto erfolgen. Händler*innen können einen Rückbuchungsanspruch zwar anfechten, der Vorgang kann jedoch langwierig und mühsam sein. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Händler*innen dafür, Chargebacks einfach zu akzeptieren – selbst wenn der Verdacht besteht, dass die Transaktion rechtmäßig war. 

Obwohl Chargebacks in einer Vielzahl an Formen auftreten können, ist das Ergebnis häufig dasselbe: Händler*innen müssen bezahlen, um die Transaktion rückgängig zu machen. 

Eine LexisNexis Studie über E-Commerce und Einzelhandelsunternehmen zeigt einen deutlichen Anstieg der Kosten und des Volumens von Rückbuchungsbetrug.
Die Kosten von Chargebacks

Die Frage „Wie viel kosten Chargebacks?” ist schwer zu beantworten. Es gibt viele Faktoren, die beeinflussen, wie viele Chargebacks bei Ihnen auftreten und ebenso viele Faktoren, die sich auf die Kosten für Sie auswirken können. 

Jedes Mal, wenn ein Unternehmen mit einer Rückbuchung konfrontiert wird, verliert es zunächst die Einnahme aus dem Verkauf. Aber es gibt noch eine Vielzahl an „versteckten” Kosten im Zusammenhang mit Chargebacks, die Ihnen möglicherweise noch nicht geläufig sind. Dazu gehören: 

  • Einbehaltene Retouren: Ein*e Karteninhaber*in, die/der eine Kreditkartenrückbuchung einreicht, hat wenig Anreiz, seinen Kauf zurückzugeben.
  • Betriebskosten: Diese beinhalten Materialien und Prozesse wie unter anderem Datenhosting, Abwicklungsvorgänge, Versand und Lagerhaltung. Diese Kosten werden schnell sehr hoch, da die Bearbeitungsgebühren nicht erstattet werden. A2A-Zahlungen sind eine echte Alternative und viele Händler*innen versuchen, dadurch Gebühren einzusparen.  
  • Marketing: Darunter fallen Kosten zur Kundenakquise wie beispielsweise Social Media-Anzeigen oder Printanzeigen.
  • Gebühren: Banken verlangen Gebühren, um ihre Kosten zu decken. Diese sind nicht erstattungsfähig, selbst wenn Sie die Rückbuchung anfechten. Sollte die Chargeback-Rate Ihres Unternehmens zu hoch sein, werden Sie möglicherweise als High Risk-Händler*in eingestuft und mit höheren Kosten konfrontiert.

Bei einer Transaktion im Wert von 90 $ liegen die durchschnittlichen Kosten im Falle einer Rückbuchung bei 191 $. Als Faustregel gilt, dass die Gesamtkosten jeder Rückbuchung rund zwei- bis dreimal so hoch sind wie die ursprüngliche Transaktionssumme.

Das globale Chargeback-Volumen im Jahr 2021 beträgt etwa von 615 Million Transaktionen. Davon ausgehend, ist laut Mastercard die ungefähre zukünftige Schadenssumme für Unternehmen abzuschätzen. Man geht derzeit von Kosten von etwa 117 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 aus.

Der Anstieg von Friendly Fraud

Der so genannte Friendly Fraud ist eine Form von Chargebacks und kann zwei Formen annehmen:

  • Transaktions-Verwirrung: Der/die Kartenhalter*in erkennt den Einkauf beim Überprüfen des Kontoauszugs nicht, glaubt daraufhin, Opfer eines Betrugs zu sein und fechtet die Belastung an. 
  • “First-party Betrug”: Ein anderes Mitglied desselben Haushalts tätigt unerlaubterweise einen Einkauf, ohne den/die Karteninhaber*in darüber in Kenntnis zu setzen.

Der Begriff Friendly Fraud findet in der Regel Verwendung, wenn ein/e Kund*in eine Rückbuchung für eine rechtmäßige Transaktion einreicht, anstatt die/den Händler*in bezüglich einer Rückerstattung zu kontaktieren. 

Chargeback-Verluste für Unternehmen steigen – schätzungsweise um 10,4 % zwischen 2021 und 2023. Friendly Fraud spielt dabei eine große Rolle und wird in 2023 der Grund für schätzungsweise 60 % aller Chargebacks sein. 

Friendly Fraud ist vor allem bei digitalen Gütern und beim iGaming sehr verbreitet und äußerst schwer zu stoppen. Account-to-Account Zahlungen in Echtzeit stellen aber einen möglichen Weg dar, dieses Problem anzugehen.

Zahlungsbetrug und Chargebacks mit A2A-Zahlungen verhindern

Anbieter*innen von Zahlungsmethoden arbeiten daran, Zahlungsbetrug zu bekämpfen. So unterliegen Kreditkarten beispielsweise branchenübergreifend strengeren Authentifizierungsmaßnahmen. Die sichere Echtzeitauszahlung von Brite auf Grundlage von Open Banking reduziert das Risiko von Zahlungsbetrug und Chargebacks jedoch auf nahezu null. 

Mit der Echtzeitauszahlung von Brite profitieren Sie von einer höheren Conversion, mehr wiederkehrenden Kund*innen und damit mehr Einnahmen. Gleichzeitig verzeichnen Sie weniger Betrugsfälle und Chargebacks. Gebühren für Zwischenhändler*innen spielen in Ihrem Auszahlungsprozess keine Rolle mehr.   

  • Einfach: Eine einfache, flexible und starke API für Sie, schnellere, sichere und komfortablere Auszahlungen für Ihre Kund*innen.
  • Sicher: Ihre Kund*innen bezahlen direkt von ihrem Bankkonto, sodass Kredit- und Betrugsrisiken für Sie kein Thema mehr sind. Ebenso erfolgt die Erstattung direkt nach der Rückzahlung auf das Bankkonto des Kunden – und das völlig automatisiert und ohne Zwischenhändler*innen.
  • Sekundenschnell: Wir wickeln Transaktionen in Sekunden ab. Sie erhalten unmittelbar Zugriff auf Ihr Geld, verbessern Ihren Cashflow und tragen ein wesentlich geringeres Betrugsrisiko. 

Wenn auch Sie die Kosten für Rückbuchungen und Zahlungsbetrug in Ihrem Unternehmen senken möchten, sprechen Sie uns an.

ÜBER BRITE 

Brite ist ein lizenziertes Zahlungsinstitut, das von der schwedischen Finanzaufsicht überwacht wird und 2019 von Expert*innen der Fintech-Branche in Stockholm gegründet wurde. 

Brite möchte den Account-to-Account Zahlungsverkehr revolutionieren und Unternehmen dabei helfen, Online-Zahlungen schneller, sicherer und einfacher zu gestalten und damit das Kundenerlebnis maßgeblich zu verbessern. 

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